Die Industrial Smart Service Plattform basiert auf dem standard-basierten OpenTOSCA Ökosystem und unterstützt die Entwicklung, die Verbreitung, die Provisionierung und das Management von Smart Services.

Die Entwicklung von Smart Services wird dabei durch das Smart Service Design Tool ermöglicht. Dieses erlaubt es Services auf Basis des OASIS-Standards TOSCA (Topology and Orchestration Specification for Cloud Applications) zu modellieren. TOSCA ermöglicht es Systemkomponenten eines Smart Services in sogenannte TOSCA-NodeTypes für neue Anwendungen wiederverwendbar zu abstrahieren. So können bei der Erstellung neuer Smart Services die in SePiA.Pro entwickelten und in nachstehender Tabelle aufgelisteten Servicekomponenten wiederverwendet oder weiterentwickelt werden.

Zweck NodeTypes
Ausführung von Analysealgorithmen Apache Flink
Wiederverwendung von Analysealgorithmen Flink App
Datenintegration OPC UA Client, Apache Kafka, Smart Service Data Hub, Apache Zookeeper
Datenvisualisierung Grafana
Smart Service Provisionierung Docker
Zeitreihenspeicherung und Verarbeitung InfluxDB

Smart Services können in sogenannten Smart Service Archive paketiert und ausgetauscht werden. Diese Archive basieren auf dem Austauschformat Cloud Service Archive des TOSCA-Standards und garantieren, dass so entwickelte und paketierte Smart Services von beliebigen standardkonformen TOSCA-Deploymentsystemen automatisiert provisioniert und gemanagt werden können. Für den Austausch zwischen Smart Service Entwicklern und Kunden wird das Smart Service Repository verwendet.

In Smart Service Archive paketierte Services können vom Smart Service Deployment System verarbeitet und als Vorlagen für die Provisionierung neuer Instanzen der Smart Services bereitgestellt werden. Über das Smart Service Self-Service Portal können Nutzer nach Wunsch und Bedarf neue Instanzen eines im Smart Service Deployment System bereitgestellten Services erzeugen, diese managen und ggfs. wieder terminieren und deinstallieren. Zudem lassen sich über das Portal Smart Service Archive aus Smart Service Repositories an das Deployment System übertragen. Das Self-Service Portal stellt somit neben der Modellierungsumgebung die Schnittstelle dar, über die Benutzer mit der Industrial Smart Service Plattform interagieren.